Schloss Pillnitz

Das Schloss Pillnitz, die ehemalige Sommerresidenz der Kurfürsten und Könige von Sachsen, liegt unmittelbar an der Elbe im heutigen Dresdener Stadtteil Pillnitz auf der Flur eines gleichnamigen, früher dort befindlichen Dorfes. Ein von in Pillnitz ansässigen Adligen bewohntes Renaissanceschloss, brannte 1818 nieder und wurde nicht wieder aufgebaut. In der Nähe wurde zwischen 1819 und 1830 das von Christian Friedrich Schuricht entworfene Neue Palais mit dem zwischen dessen Flügelbauten gelegenen Fliederhof erbaut.

In Pillnitz hatte der Bau eines für die Lustbarkeiten des Dresdener Hofes bestimmten Lustschlosses incl. der Parkanlagen bereits 1720 unter der Herrschaft von August dem Starken mit dem Bau des von Matthäus Daniel Pöppelmann entworfenen Wasserpalais (1720–1721) begonnen und war mit dem Bau des gegenüberliegenden Bergpalais (1722–1723) fortgesetzt worden. Zum Ensemble des Pillnitzer Lustschlosses gehören außer den genannten Gebäuden des Schlosses auch die im nahegelegenen Königlichen Weinberg befindliche Weinbergkirche und die auf einer Anhöhe über dem Friedrichsgrund gelegene Gotische Ruine.

Sehenswert ist auch der zum Pillnitzer Lustschloss gehörende Schlosspark. Im nordwestlichen Teil des Parks liegt der Englische Garten mit dem Englischen Pavillon. Auf einer Insel steht dort der Bronzeabguss eines überlebensgroßen Kopfes der Göttin Juno. Unweit vom See, in dem die Insel liegt, steht die Pillnitzer Kamelie. Im nördlichen Parkteil befindet sich der Chinesische Garten in dem der Fontänenteich angelegt und der Chinesische Pavillon erbaut wurde. Sehenswert sind auch die Tritonengondel, das durch zwei Seitenflügel zur Orangerie erweiterte Ringrenngebäude und das Palmenhaus im hinteren Teil des Schlossparks.