Schloss Seehof

Schloss Seehof ist eine ehemalige Sommerresidenz und ein Jagdschloss der Bamberger Fürstbischöfe, das zwischen 1687 und 1696 durch den Architekten Antonio Petrini in der Epoche des Barock errichtet wurde. Das etwa fünf Kilometer nordöstlich von Bamberg gelegene Schloss gehört heute zur Gemeinde Memmelsdorf. Es wird von einem großen Garten umschlossen, der ehemals im Stil des Rokoko gestaltet war. Die Fläche der Anlage umfasst etwa 21 Hektar. In der unmittelbaren Umgebung wird Teichwirtschaft zur Karpfenzucht betrieben. Im Jahre 1975 wurde das Schloss inklusive Gelände vom Bayerischen Staat gekauft.

Die Innenausstattung wurde von Rokokokünstlern wie dem Freskenmaler Giuseppe Appiani, dem Kunstschreiner Ferdinand Hundt, dem Wessobrunner Stuckateur Johann Jakob Vogel und dem Maler Johann Joseph Scheubel der Ältere geprägt. Die Gartenkunst wurde vornehmlich durch Ferdinand Tietz geschaffen.

  1. Alfred Schelter, Michael Petzet: Schloss und Park Seehof. Amtlicher Führer. Hrsg.: Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. 2., leicht veränderte Auflage. München 2011.
  2. Sigrid Sangl: Das Bamberger Hofschreinerhandwerk. München 1997, S. 106107.