Schnodderdeutsch

Als Schnodderdeutsch wird ein Sprachstil bezeichnet, der eine Mischung aus Kneipenjargon und Jugendsprache darstellt. Die Bezeichnung geht zurück auf Rainer Brandt, einen Berliner Synchronsprecher und Dialogautor. Der Stil wurde allerdings auch von anderen Autoren (z. B. Karlheinz Brunnemann) geprägt. Im Hinblick auf Zweck und Form wird Schnodderdeutsch wie folgt beschrieben: „Solch eine Erscheinungsform der deutschen Sprache wird zum Zweck des Humors und der Satire gebraucht und ist durch Neologismen, scheinbare Sprichwörter, untypische Metaphern und Vergleiche, Stilbrüche, Normverstöße und Logikbrüche charakterisiert.“

  1. Best of Brandt In taz, 16. August 2005.
  2. Uwe Felgenhauer: „Die Zwei“ und das Schnodderdeutsch. Welt Online, 26. März 2008
  3. Thomas Groh: Schnodderdeutsch für Fortgeschrittene. (Memento vom 10. September 2016 im Internet Archive) In: Stadtrevue Köln, 2012
  4. Corinna Stegemann: Die coole Stimme aus dem Off. In: taz, 16. August 2005, S. 11.
  5. Christian Heger: Wo Hitler um Michael Jackson trauert. FAZ.net, 16. Dezember 2009.
  6. Corinna Berghan: Legendäre Serie: Rainer Brandts Synchronisation machte „Die Zwei“ zum Fernseh-Hit. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 17. August 2012.
  7. Marc Friedrich: Rainer Brandt – Vier Sprüche für ein Halleluja. In: Der Westen, 25. Juli 2014.
  8. Schnauze frei! Zehntelsekunden-Timing ist im Synchron-Studio seine Spezialität. In: Berliner Zeitung, 8. Juni 2013.
  9. Thomas Bräutigam: Stars und ihre Stimmen - Lexikon der Synchronsprecher. 2. Auflage. 2009, S. 65.
  10. Anastasia Khomenko: Zu aktuellen Entwicklungen in der deutschen Umgangssprache. In: Der Sprachdienst. Heft 4, 2014, S. 180–181, Zitat S. 181.