Schottergarten
Ein Schottergarten ist eine großflächig mit Steinen bedeckte Gartenfläche, in welcher die Steine das hauptsächliche Gestaltungsmittel sind. Pflanzen kommen nicht oder nur in geringer Zahl vor, wenn, dann oft durch strengen Formschnitt künstlich gestaltet. Als Steinmaterial kommen häufig gebrochene Steine mit scharfen Kanten und ohne Rundungen zum Einsatz (Schotter); für den gleichen Stil können aber auch Geröll, Kies oder Splitt verwendet werden. Der Begriff dient der Abgrenzung von klassischen Stein- und Kiesgärten, bei denen die Vegetation im Vordergrund steht, und wurde in diesem Sinne durch Studien, Medien und Initiativen geprägt.
Schottergärten wirken sich ungünstig auf die Umwelt aus, da sie meist wasserundurchlässig sind, wobei das Gewicht der Steine zusätzlich zur Verdichtung des Bodens beiträgt. Schottergärten wirken sich zudem negativ auf das Mikroklima in ihrer Umgebung aus, da sie Hitze speichern und abgeben. Zudem tragen sie zur Anreicherung von Staub und Stickstoffdioxid bei und haben keinen ökologischen Wert.
In Deutschland untersagen die Bauordnungen der Bundesländer daher die Neuanlage von Schottergärten aus Umweltschutzgründen. Explizite Verbote gehen in der Regel mit „Begrünungssatzungen“ einher, die ein Mindestmaß an Begrünung vorschreiben. An manchen Orten, wie beispielsweise in Leipzig, drohen sogar Bußgelder.
- ↑ Karla Krieger, Vom Sinn und Unsinn der Splitt- und Schottergärten Stadt+Grün, 03/2016
- ↑ Evi Rothbühler, Studie Schottergärten und Landschaft, Universität Bern, 27. Februar 2017
- 1 2 Haus und Garten Schädlich für Klima und Umwelt: Städte gehen gegen Schottergärten vor. mdr, abgerufen am 14. August 2025
- 1 2 Der Schottergarten. Negativtrend mit ökologischen Folgen. Naturschutzbund Deutschland, abgerufen am 14. August 2025