Schreibmeister

Schreibmeister wurden in der frühen Neuzeit Lehrer der Schreibkunst genannt, die in den Handelsstädten, insbesondere in Nürnberg, im öffentlichen Auftrag oder privat Schulen betrieben, an denen die Schreibkunst (meist zusammen mit der Rechenkunst) gelehrt wurde. Diese Schulen wurden im Gegensatz zu den Lateinschulen als teutsche Schulen bezeichnet. Diese Schulen, an denen Schreiben, Lesen, Rechnen, Religion und Morallehre den Unterrichtsstoff bildeten, wurden von Söhnen des Bürgertums besucht, die sich für den Handelsstand ausbilden sollten. Oft erhielten die Schüler dort auch Kost und Logis.