Schwedischer Ständereichstag
Der Schwedische Ständereichstag (ståndsriksdag) war die Versammlung der Vertreter der vier Stände (Adel, Geistliche, Bürger und Bauern) in Schweden bis 1866. Er geht auf die altgermanischen Thing-Versammlungen zurück und war nach dem König die höchste verfassungsmäßige Institution des Reichs, trat allerdings meist nur alle drei Jahre zusammen. Vorsitzender war der Landmarschall, der aus der Ritterschaft stammte. Bei der Beschlussfassung galt das Mehrheitsprinzip, so dass ein Beschluss nur dann gefasst werden konnte, wenn drei der vier Stände dafür stimmten.
- ↑ Anders Sannerstedt, Nils Andrén: Riksdagen (1994). In: K. Marklund et al. (Hrsg.): Nationalencyklopedin. Bokförlaget Bra Böcker AB, 1989–1996, ISBN 91-7024-620-3 (schwedisch).