Metallophyt

Metallophyten – auch Chalkophyten oder (wohl wörtlich übersetzt) Erzpflanzen und je nach Sichtweise auch Schwermetallpflanzen oder Metall-(An)Zeigerpflanzen genannt – sind Pflanzen, die in der Lage sind, größere Mengen bestimmter Schwermetalle einzulagern oder auch anzureichern ([zu] akkumulieren, daher auch Akkumulator-Pflanzen oder – in besonderen Fällen – gar Hyperakkumulator-Pflanzen genannt). Als Schwermetallzeiger haben sie eine besondere Bedeutung, da sie Standorte mit hoher Schwermetallbelastung (z. B. Bergbau-Halden) kennzeichnen. Metallophyten vertragen oft solche Konzentrationen an Schwermetallen wie Blei, Cadmium oder Zink, die auf andere Lebewesen längst giftig wirken. Metallophyten, insbesondere solche mit hoher Zink-Verträglichkeit, werden auch Galmeipflanzen genannt.

  1. Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen: in ökologischer, dynamischer und historischer Sicht – 6. Auflage, (ursprünglich von Heinz Ellenberg und) überarbeitet von Christoph Leuschner, veröffentlicht über den Verlag Eugen Ulmer (in Stuttgart), 2010, ISBN 978-3-8252-8104-5; auf Seite 1051 u. a. mit „[…] diese werden als Schwermetallpflanzen oder Metallophyten (Chalkophyten = Erzpflanzen) bezeichnet.“
  2. SchwermetallpflanzenLexikon der Geowissenschaften, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2000
  3. AkkumulatorpflanzeLexikon der Geowissenschaften, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2001