Sehne (Anatomie)

Eine Sehne oder Flechse (fachsprachlich auch lateinisch Tendo (maskulin), lateinisch auch tenon oder ungenau nervus; mittelhochdeutsch auch Ader). ist ein bindegewebiger Teil des Muskels, der diesen mit einem Knochen verbindet (siehe auch Ursprung und Ansatz). Eine Ausnahme bilden die Zwischensehnen, die zwei oder mehrere Muskelbäuche eines Muskels verbinden, oder der Ansatz an einer Faszie. An Stellen, an denen Sehnen Gelenke passieren, werden sie häufig durch Gleithüllen (Sehnenscheiden) oder Schleimbeutel vor Druckbelastung geschützt.

  1. Duden online, Stichwort Tendo ()
  2. Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. 8. Aufl., Band 2, Hannover 1918, Sp. 1146f., Stichwort tenon ()
  3. Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. 8. Aufl., Band 2, Hannover 1918, Sp. 3063, Stichwort nervus ()
  4. Vgl. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 465 (zu spanader).
  5. Vgl. auch Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben. Niemeyer, Tübingen 2003 (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50), ISBN 3-484-36050-X, S. 397 (sënâder ‚Sehne, Nerv‘).