Sekundärrohstoff
Sekundärrohstoffe, auch Rezyklate oder Recyclingrohstoffe genannt, sind Rohstoffe, die durch Aufarbeitung (Recycling) aus entsorgtem Material, genauer: aus den sogenannten „Wertstoffen“ in besagtem entsorgten Material, gewonnen werden. Sekundärrohstoffe dienen als Ausgangsstoffe für neue Produkte und unterscheiden sich dadurch von primären (aus der Natur gewonnenen) Rohstoffen. Es handelt sich also um Stoffe, die im Rahmen der Rohstoffwirtschaft in einer Kaskade zum zweiten oder wiederholten Mal genutzt werden. Die Nutzung von Sekundärrohstoffen schont natürliche Ressourcen und leistet einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Sekundärrohstoffe entstehen, wenn Abfall recycelt wird, nicht jedoch, wenn dieser deponiert, energetisch verwertet oder verbrannt wird.
- ↑ Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Hrsg.): Bewertung von Ökoinventaren für Verpackungen (Schriftenreihe Umwelt Nr. 300), Bern 1998, S. 8.
- ↑ Die erste Wahl: Recyclingrohstoff In: Remondis Aktuell, Nr. 1/2016, abgerufen am 14. August 2018. Siehe auch Rohstoffversorgung 4.0, Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Rohstoffpolitik im Zeichen der Digitalisierung, Publikation des Bundesverbands der Deutschen Industrie vom 27. Oktober 2017, abgerufen am 15. August 2018.
- ↑ Stichwort Sekundärrohstoff In: Brockhaus Enzyklopädie online, abgerufen am 22. April 2009.
- ↑ Natalie Rudolph, Raphael Kiesel, Chuanchom Aumnate: Einführung Kunststoffrecycling. Ökonomische, ökologische und technische Aspekte der Kunststoffabfallverwertung, Hanser-Verlag, München 2020, S. 3, ISBN 978-3-446-45880-2.
- ↑ Zum Unterschied von energetischer Verwertung zur Verbrennung siehe die Erläuterung auf der Website umweltmanager.net (Abruf am 2. Mai 2022).