Sekundärstrahlung

Als Sekundärstrahlung wird in der Physik und Astronomie eine elektromagnetische oder Teilchenstrahlung bezeichnet, die durch Wechselwirkung von Strahlung hoher Teilchen- oder Quantenenergie mit Materie entsteht. Die verursachenden Teilchen oder Quanten werden Primärstrahlung genannt. Handelt es sich bei der Sekundärstrahlung um Elektronen, so spricht man von Delta-Elektronen bzw. Deltastrahlung.

Die Sekundärstrahlung entsteht beim Durchgang von radioaktiven Teilchen, Gamma- oder Röntgenstrahlen durch Materie. In der Astrophysik versteht man darunter die von den Teilchen der kosmischen Strahlung (Protonen, Alphateilchen und schwerere Kerne) durch Wechselwirkung mit den Molekülen der Atmosphäre erzeugte Strahlung: Protonen, Neutronen, Elektronen, Photonen, Neutrinos und Mesonen.

  1. K. W. Fritz Kohlrausch: Die Sekundärstrahlung der γ-Strahlung. In: Probleme der γ-Strahlung. Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden 1927, ISBN 978-3-663-06652-1, S. 121–135, doi:10.1007/978-3-663-07565-3_9 (springer.com [abgerufen am 17. März 2026]).