Selbstausdünnung

Selbstausdünnung bezeichnet einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Pflanzen, insbesondere langlebigen und großen Pflanzen wie Waldbäumen, ihren Dimensionen (Wuchshöhe und Durchmesser) und damit ihrer Biomasse pro Grundfläche des bewachsenen Standorts. Je nach Größe der Pflanze ist nur eine bestimmte Höchstzahl pro Fläche möglich. Liegt die Dichte der Pflanzen anfänglich höher als diese, sterben die „überzähligen“ Pflanzen ab. Dies geschieht zum Beispiel in Wäldern, wenn Jungbestände, entstanden aus Keimlingen oder durch dicht gepflanzte Setzlinge, heranwachsen und die Einzelbäume so an Größe zunehmen. Die anfänglich hohe Dichte vermindert sich durch Selbstausdünnung von selbst. Es handelt sich um eine Auswirkung der inter- bzw. intraspezifischen Konkurrenz, je nachdem, ob die umgebenden Pflanzen derselben oder einer anderen Art angehören. Je größer die Bäume werden, desto weniger von ihnen können auf einer bestimmten Fläche wachsen. Obwohl der Vorgang wohl universell ist, sind praktische Konsequenzen daraus vor allem für Baumarten in Wäldern von Bedeutung.

Der Begriff der „Selbst-“Ausdünnung wurde eingeführt, um den natürlichen Vorgang von der Durchforstung, als waldbaulicher Pflegemaßnahme, zu unterscheiden. Auch ohne Durchforstung durch Förster laufen also Vorgänge mit ähnlicher Konsequenz spontan, von selbst, ab. Einige Autoren sprechen deshalb sogar von Selbstdurchforstung.