Selbstbestimmtes Lernen

Der in der Reformpädagogik geprägte Begriff Selbstbestimmtes (oder Selbstgesteuertes) Lernen bezeichnet einen Ansatz, bei dem Lernende selbst bestimmen, was sie wann, wo, wie und mit wem zusammen lernen.

Der Begriff „Selbstbestimmtes Lernen“ („Discretionary Learning“) wird – in nicht schulischen Zusammenhängen – zudem als Bezeichnung für eine Form der Arbeitsorganisation verwendet, die durch „ein hohes Maß an Autonomie am Arbeitsplatz, Lernen und Problemlösungstechniken, Komplexität der Aufgaben, Selbstbewertung der Arbeitsqualität und – in geringerem Maße – durch autonome Teamarbeit“ gekennzeichnet ist. Dieser Form der Arbeitsorganisation werden die „schlanke Fertigung („Lean Production“), die „tayloristische“ Arbeitsorganisation“ sowie „traditionelle“ bzw. „einfach strukturierte“ Formen der Arbeitsorganisation (mit weitgehend informellen Methoden) gegenübergestellt. Dieses Modell des Selbstbestimmten Lernens ist laut einer Analyse der Stiftung Eurofound insbesondere bei Führungskräften, Selbständigen und Fachkräften vorherrschend.

  1. 1 2 Arbeitsbedingungen in der Europäischen Union: Die Arbeitsorganisation – Einleitung (PDF; 50 kB) (Zusammenfassung. In: www.eurofound.europa.eu. Archiviert vom Original am 5. Februar 2013; abgerufen am 28. November 2025. EF/08/68/DE. Herausgegeben durch Eurofound, 19. September, 2008.),
  2. Der zitierte Text fährt allerdings fort: 'Die „schlanke Fertigung“ (die auf 26 % der Arbeitnehmer zutrifft) ist vor allem durch ein höheres Maß an Teamarbeit und Jobrotation, durch Selbstbewertung von Arbeitsqualität und Qualitätsnormen sowie verschiedene Faktoren, die das Arbeitstempo hemmen, geprägt.