Selbstexploration

Selbstexploration ist das Aussprechen (verbalisieren) des eigenen inneren Erlebens und der gegenwärtigen Erfahrung sowie der damit verbundenen Gefühle und Bewertungen einer Person. In der von Carl Rogers (1902–1987) begründeten klientenzentrierten Psychotherapie wird Selbstexploration als die wesentliche Aktivität des Klienten während der Therapiesitzungen angesehen. Klienten mit hohem Ausmaß an Selbstexploration erreichen in der Regel einen höheren Therapieerfolg. Durch Ausdruck von Empathie, bedingungsloser Wertschätzung und Kongruenz sowie durch Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte (VEE) unterstützt und fördert der Psychotherapeut beim Klienten die Selbstexploration.

  1. Reinhard Tausch, Anne-Marie Tausch: Gesprächspsychotherapie 9. Auflage. Hogrefe, Göttingen 1990, S. 189 f. Die Autoren verwenden synonym mit Selbstexploration den Terminus Selbstauseinandersetzung.
  2. Jochen Eckert, Eva-Maria Biermann-Ratjen & Diether Höger (Hrsg.): Gesprächspsychotherapie. Lehrbuch für die Praxis. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2006, S. 232 ff.