Sender-Empfänger-Modell

Der Ausdruck Sender-Empfänger-Modell bezeichnet eine vereinfachende, schematische Darstellung von Kommunikationsprozessen, in der die Übertragung einer Nachricht von einem Sender zu einem Empfänger beschrieben wird. Er dient in verschiedenen Disziplinen als grundlegendes Strukturmodell zur Analyse und Veranschaulichung von Kommunikation, indem komplexe Vorgänge auf wenige zentrale Elemente wie Sender, Nachricht, Übertragungsweg und Empfänger reduziert werden. Das Sender-Empfänger-Modell stellt kein einheitlich definiertes, auf einen einzelnen Autor zurückgehendes Theoriemodell dar, sondern eine Sammelbezeichnung für verschiedene, strukturell verwandte Modellierungen, die sich aus kommunikationswissenschaftlichen, sprachwissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und nachrichtentechnischen Ansätzen entwickelt haben. Damit handelt es sich im eigentlichen Sinne nicht um ein wissenschaftliches, sondern ein didaktisch reduziertes Lehrbuch-Modell.

  1. Vgl.: Bonfadelli, Heinz; Jarren, Otfried; Siegert, Gabriele (Hrsg.): Einführung in die Publizistikwissenschaft. Haupt Verlag, Bern, Stuttgart, Wien 2010, S. 122 ff.