Sengoku-Zeit
Als Sengoku-Zeit (jap. 戦国時代, Kyūjitai: 戰國時代 sengoku-jidai, dt. Zeit der [gegeneinander] kriegführenden Länder, Zeit der streitenden Reiche) wird ein Abschnitt der japanischen Geschichte bezeichnet. Über Beginn und Ende der Sengoku-Zeit herrscht in der Forschung keine Einigkeit. Der Beginn wird auf etwa 1467 oder 1477 datiert.
Mit dem (Ōnin-Krieg) kam es zur Erosion der Autorität des Ashikaga-Shogunats. In der Folge revoltierten mehrere lokale Provinzfürsten. Es kam zu einem fortwährenden Prozess der Aufspaltung der zentralen Autorität, der sich simultan und unabhängig voneinander in verschiedenen Regionen Japans vollzog. In den Regionen bildeten sich eigene Herrschaftsbereiche heraus, die von lokalen Daimyos regiert wurden und die sich in einem Kampf um die regionale Vorherrschaft untereinander bekriegten. In der Folge gelang es mehreren lokalen Warlords, größere Herrschaftsbereiche unter ihre Kontrolle zu bringen und ab 1565 bis 1573 ging die Sengoku-Zeit in ihre letzte Phase, die Epoche der drei Reichseiniger (Azuchi-Momoyama-Zeit). Das Ende der Sengoku-Zeit wird gewöhnlich auf etwas 1615 bis 1638 gelegt.
Der Begriff sengoku-jidai bezeichnet im Japanischen auch die Zeit der Streitenden Reiche in der chinesischen Geschichte.