Septemberverschwörung
Als Septemberverschwörung werden Pläne und Überlegungen zu einem Staatsstreich gegen Adolf Hitler bezeichnet, die von verschiedenen Gruppierungen und Einzelpersonen vor allem innerhalb der Abwehr im Sommer und September 1938 angestellt wurden. Maßgeblich betrieben wurden diese Pläne von Hans Oster, während Befehlshaber wie Erwin von Witzleben, Wilhelm Canaris und Ludwig Beck, Ernst von Weizsäcker aus dem Auswärtigen Amt und Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht einbezogen waren. In indirektem Kontakt zu dieser Gruppe stand der Kreis um den ehemaligen Leipziger Oberbürgermeister Carl Goerdeler. Während sich die Verschwörer darin einig waren, den 1938 während der Sudetenkrise drohenden Krieg durch eine Beseitigung Hitlers verhindern zu wollen, blieb offen, ob Hitler verhaftet oder getötet werden sollte. Wie weit die Putschplanung vorangeschritten war, welche Erfolgsaussichten das Unternehmen hatte, und ob tatsächlich die diplomatische Lösung der Krise auf der Münchner Konferenz Hitler vor dem Sturz rettete, ist in der Forschung umstritten. Der Kreis der Verschwörer zerfiel jedenfalls.