Sexuelle Gewalt im Zweiten Weltkrieg

Sexuelle Gewalt im Zweiten Weltkrieg umfasste Zwangsprostitution in nationalsozialistischen Lagerbordellen, in Armeebordellen der deutschen Wehrmacht und der Armee Japans (→ Trostfrauen und Kriegsverbrechen der japanischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg) sowie Massenvergewaltigungen, die Soldaten der Achsenmächte und der Alliierten im Zweiten Weltkrieg jeweils an Frauen gegnerischer Staaten begingen. Seitens der französischen Armee fanden Vergewaltigungen nicht nur in gegnerischer Staaten, sondern auch in der Bevölkerung Italiens statt, das zu diesem Zeitpunkt Mitkriegsführer gegen Deutschland war.

Diese Verbrechen wurden in den 1990er Jahren zu einem besonderen Forschungsthema der Geschichtswissenschaft.

  1. Jolande Withuis: Die verlorene Unschuld des Gedächtnisses. Soziale Amnesie in Holland und sexuelle Gewalt im Zweiten Weltkrieg. In: Insa Eschebach: Gedächtnis und Geschlecht: Deutungsmuster in Darstellungen des nationalsozialistischen Genozids. Campus, 2002, ISBN 3-593-37053-0, S. 77