Shell Jugendstudie

Die Shell Jugendstudie ist eine empirische Untersuchung der Einstellungen, Werte, Gewohnheiten und des Sozialverhaltens von Jugendlichen in Deutschland, die vom Mineralölkonzern Shell seit 1953 herausgegeben wird. Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten als ein Bestandteil einer umfassenden Sozialberichterstattung etabliert und wird in Fachkreisen als Referenzwerk wahrgenommen.

Im Abstand von etwa vier Jahren wird die Studie bei einem Wissenschaftlerteam in Auftrag gegeben. Seit der 14. Studie 2002 wird sie von Wissenschaftlern der Universität Bielefeld durchgeführt. Die empirischen Erhebungen wurden durch TNS Infratest Sozialforschung (heute Kantar Public) durchgeführt, bestehend aus Repräsentativerhebungen der 12- bis 25-jährigen Bevölkerung in Deutschland, die durch 20 biografische Porträts von Jugendlichen der gleichen Altersgruppe ergänzt werden. Die 14. (2002) und 15. (2006) Studie wurde von Klaus Hurrelmann geleitet, der auch die „kleine Schwester“ nach dem Vorbild der Shell-Studie, die World Vision Kinderstudien über Kinder bis elf Jahren mit ähnlicher Thematik im Auftrag von World Vision Deutschland seit 2007 leitet. Für die 16. (2010), 17. (2015), 18. (2019) und 19. (2024) Studie zeichnet sein Bielefelder Kollege Mathias Albert gemeinsam mit Klaus Hurrelmann und Gudrun Quenzel verantwortlich.

  1. Thomas Rauschenbach: Kinder in Deutschland – eine Bilanz empirischer Studien. In: DJI Bulletin. DJG, Januar 2009, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. Juli 2010. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Universität Bielefeld: Shell Jugendstudie: Jugend 2006
  3. Andrea Barthélémy: Arme Kinder blicken in eine düstere Zukunft. news.de, 1. Juni 2010, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. Juli 2010. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. C. Füller & W. Schmidt: Arme Kinder glotzen länger. In: taz. 24. Oktober 2010, abgerufen am 30. Juli 2010: „Die neue Studie, die von World Vision unterstützt wird, ist gewissermaßen die kleine Schwester der Shell Jugendstudie, mit der seit einigen Jahren mehr Wissen über die Lebenssituation der 12- bis 25-Jährigen zutage gefördert wurde.“
  5. Arme Kinder sehen wenig Chancen. In: FAZ. 24. Oktober 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Dezember 2007; abgerufen am 30. Juli 2010: „Für die repräsentative Umfrage nach dem Vorbild der anerkannten Shell-Studie“  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Ursula Münch: Kinder brauchen eine anregende Umwelt