Shino-Keramik

Shino-Keramik (jap. 志野焼, Shino-yaki) bezeichnet neben der Oribe-Keramik eine Art der Mino-Keramik, die in der Präfektur Gifu (früher: Provinz Mino) seit der Azuchi-Momoyama-Zeit hergestellt wird. Charakteristisch für die Shino-Keramik ist eine weiße Feldspat-Glasur ungleicher Dicke und mit kleinen Nadellöchern und Rissen in der Glasur, die sogenannte „Zitronenhaut“ (青柚肌, yuzuhada). Für Shino-Keramiken wird ein spezieller Moxa-Ton vom gairomenendo (蛙目粘土) Typ verwendet, der in Tunnelöfen (Anagama) bei niedrigen Temperaturen und langer Brenndauer verarbeitet wird. Die Shino-Keramik und die Technik der Herstellung sind in Japan als „Wichtiges immaterielles Kulturgut“ deklariert.

  1. Gabriele Fahr-Becker (Hrsg.): Ostasiatische Kunst, S. 594
  2. Anneliese und Wulf Crueger: Wege zur japanischen Keramik, 2012, S. 182–184
  3. 蛙目粘土. In: ブリタニカ国際大百科事典 小項目事典 bei kotobank.jp. Abgerufen am 16. Januar 2015 (japanisch).