Shoaling

Als Shoaling (englisch gesprochen [ʃəʊlɪŋ]) oder Shoaling-Effekt wird im Küstenwasserbau die gleichzeitige Verringerung der Wellenlänge und Vergrößerung der Wellenhöhe bezeichnet, die beim Einlaufen einer Tiefwasserwelle in einen Flachwasserbereich der Küste zu beobachten ist.

Läuft eine Tiefwasserwelle in einen Flachwasserbereich ein und berührt die Welle den Grund des Gewässers, wird die Wellengeschwindigkeit und damit die Wellenlänge verringert. Aus Gründen der Energieerhaltung muss die reduzierte Bewegungsenergie in potentielle Energie (Lageenergie) umgewandelt werden, was durch eine vergrößerte Wellenhöhe sichtbar wird. Der Shoaling-Effekt nimmt bei abflachendem Gewässer immer weiter zu, bis die Welle bricht.

  1. Arbeitsausschuss „Ufereinfassungen“ der Hafentechnischen Gesellschaft e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik e. V. (Hrsg.): Empfehlungen des Arbeitsausschusses „Ufereinfassungen“: Hafen und Wasserstraßen EAU 2012. John Wiley & Sons, 2013, ISBN 978-3-433-60240-9, S. 119.