Sicán-Kultur

Die Sicán-Kultur (früher meist Lambayeque-Kultur genannt) war eine blühende Kultur im La-Leche-Tal an der Nordküste von Peru im Zeitraum von ca. 700 bis 1375, zwischen dem Ende der Moche-Kultur und dem Höhepunkt des Chimú-Imperiums. Sie entwickelte sich aus dem nördlichen Zweig der Moche-Kultur und könnte zusätzlich kulturelle Einflüsse aus der Huari-Expansion aufgenommen haben. Die offizielle Sprache war Mochica (Muchik), die in der Region auch nach der Eroberung durch Chimú, Inka und Spanier bis ins 20. Jahrhundert in Etén fortbestand. Es handelt sich um eine Prä-Inka-Zivilisation.

Seit umfangreichen Ausgrabungen Ende der 1970er Jahre verwenden die beteiligten Forscher bevorzugt die Bezeichnung Sicán-Kultur, die sie als einen kleineren Ausschnitt einer zeitlich länger anzusetzenden, übergreifenden Lambayeque-Kultur mit unterschiedlichen Ausprägungen begreifen.

  1. Beschrieben 1985 von Izumi Shimada (Ausstellungskatalog des Metropolitan Museum of Art, New York: The Art of Precolumbian Gold: The Jan Mitchell Collection. S. 66 u. Fig. 6, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Izumi Shimada und Paloma Carcedo Muro: Behind the Golden Mask: Sicán Gold Artifacts from Batán Grande, Peru. In: Julie Jones (Kuratorin): The Art of Precolumbian Gold: The Jan Mitchell Collection (Ausstellungskatalog), New York 1985, S. 61–75: 73 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).