Siebengemeinden (Burgenland)
Unter dem Begriff Siebengemeinden (hebräisch שבע קהילות Schewa Kehilot) auch Esterházysche Sieben-Gemeinden, ungarisch Hét hitközség werden ehemals jüdische Gemeinden im heutigen Nord- und Mittelburgenland zusammengefasst, die unter der Esterházyschen Herrschaft im damaligen Ungarn entstanden. Die Siebengemeinden waren:
Oft werden sie in der landesgeschichtlichen Auseinandersetzung jenen Gemeinden gegenübergestellt, die sich unter dem Schutz der Familie Batthyány im Gebiet des heutigen Südburgenlandes herausgebildet haben. Zu diesen zählen Güssing, Rechnitz und Schlaining. Eine weitere ehemalige jüdische Gemeinde im Landessüden ist Oberwart, wohin die Mehrzahl der Schlaininger Juden in der Zwischenkriegszeit abgewandert war.
Zu den Siebengemeinden gehörte ursprünglich auch Neufeld als achte Gemeinde. Sie wurde 1739 durch einen herrschaftlichen Erlass, gegen den kein Einspruch möglich war, aufgelöst. Die Bezeichnung „Acht Gemeinden“ findet sich in den Urkunden nicht.
- ↑ Jüdische Gemeinde Kobersdorf (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) (PDF; 895 kB), abgerufen am 5. Mai 2014.
- ↑ Magyar Zsidó Lexikon: Hét hitközség. In: MEK-OSZK.hu. 1929 (ungarisch).