Siemens-Martin-Verfahren

Das Siemens-Martin-Verfahren dient der Aufbereitung von Roheisen für die Gewinnung von Stahl und gehört zu den sogenannten Herdfrischverfahren. Benannt wurde das Verfahren nach den drei Brüdern von Werner von Siemens, nämlich Friedrich, Otto und Wilhelm sowie dem französischen Eisenhüttenmann Pierre Martin.

Das Siemens-Martin-Verfahren war das bevorzugte Stahlherstellungsverfahren von seiner Erfindung im Jahr 1864 bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es wurde Mitte des 20. Jahrhunderts durch das Linz-Donawitz-Verfahren abgelöst.