Signalstationen in Yorkshire

Die spätrömischen Signalstationen in Yorkshire befanden sich im Nordosten der englischen Unitary Authority North Yorkshire – im Küstenabschnitt zwischen dem Fluss Tees und Flamborough Head, auf dem Gebiet der römischen Provinz Britannia II.

Sie sollten am Ende des 4. Jahrhunderts, als Teil eines Frühwarnsystems, die Südostküste Englands vor Plünderern und Invasoren sichern, dienten wohl auch als Schiffsanleger, Versorgungsbasen und eventuell als Fluchtburgen für die örtliche Bevölkerung. Die Stationen waren vermutlich auch Bestandteil der Küstenverteidigungsorganisation der sogenannten Sachsenküste (Britannien). Vier sind durch Grabungsbefunde gesichert, eine fünfte ist bislang nur aus ihrer Bauinschrift bekannt. Sie gehören wahrscheinlich zu den letzten Festungsanlagen, die von den Römern in Britannien errichtet wurden. Insgesamt konnten in England und Schottland bislang rund 50 dieser Militäranlagen (aus unterschiedlichen Zeitperioden) lokalisiert werden. Die heute noch erhaltenen Überreste dieser Stationen wurden unter nationalen Schutz gestellt.

Standorte (von Nord nach Süd):

  • Hunt Cliff
  • Boulby?
  • Goldsborough
  • Whitby?
  • Ravenscar
  • Scarborough
  • Filey
  • Bridlington?
  1. Wilson 1989, 142f.
  2. Ravenscar: Wilson 1989, S. 142.
  3. Jeremy Clark: Roman Signal Stations on the Yorkshire Coast. They are unique and without parallel in Britain. In: The Yorkshire Journal. Nr. 3, Autumn 2014, S. 14.