Sinaloa-Kartell
Als Sinaloa-Kartell (spanisch Cártel de Sinaloa) bekannt ist eine mexikanische Terrororganisation, die Geschäften im Drogenhandel, der Geldwäsche und dem Menschenhandel nachgeht. Das Kartell hat seine Basis in Culiacán, Sinaloa, agiert aber in mehr als 20 mexikanischen Bundesstaaten. Das Kartell ist auch unter den Bezeichnungen Guzmán-Loera-Organisation und Pazifik-Kartell bekannt.
Das Kartell wird auch „Federación“ genannt, weil es in mehrere Fraktionen aufgeteilt ist, die jeweils von einer Familie geleitet werden. Mit der Abspaltung der Gebrüder Beltrán Leyva im Jahr 2008 war das Sinaloa-Kartell jedoch von El Chapo und El Mayo geleitet worden. Nachdem beide Drogenbosse im Jahr 2017 und 2024 festgenommen worden waren und die Führung auf deren Nachkommen übergegangen war, entwickelte sich ein Krieg innerhalb des Kartells, der darauf zurückführte, dass sich die Söhne der beiden Drogenbosse beschuldigten, für die Festnahme des jeweils anderen Vaters verantwortlich zu sein. Durch diese Schwächung ist das Sinaloa-Kartell eindeutig nicht die mächtigste kriminelle Organisation Mexikos, sondern das Jalisco-Kartell.
- ↑ Jens Glüsing: (S+) Drogenkrieg in Mexiko: Festnahme des Sinaloa-Kartellchefs – »Das Monster ist erwacht«. In: Der Spiegel. 22. September 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 22. September 2024]).