Skarifizierung am Mittelsepik
Am Mittelsepik in Papua-Neuguinea sind Skarifizierungen zentraler Bestandteil eines mehrwöchigen traditionellen Initiationsrituals, das eng mit der mythologischen Schöpfungsgeschichte der jeweiligen Dorfgemeinschaften verbunden ist. Dabei soll die Haut eines Krokodils nachgebildet werden, das als spirituelles Schöpfungswesen verehrt wird. Die Skarifizierungen werden entsprechend auch Zeichen des Krokodils oder Biss des Krokodils genannt und in Rücken, Brust, Schultern und Schenkel geschnitten. Die Initianden erhalten mit den Narben und dem im Rahmen der Zeremonie angeeigneten Stammeswissen den Status erwachsener, heiratsfähiger Krieger.
Getragen werden die Narben beispielsweise von den Kaningara, den Iatmul und den Chambri.
- 1 2 Im Reich der Krokodilmänner, Die Zeit vom 5. September 2007
- ↑ Die Macht der Ahnen - kulturelle Zeugnisse aus Neuguinea, Leitfaden zur Sonderausstellung in der Ethnologischen Sammlung der Universität Göttingen, herausgegeben von Studierenden des Instituts für Ethnologie der Universität Göttingen unter der Leitung von Brigitta Hauser-Schäublin und Gundolf Krüger
- ↑ Lars Krutak: Making Boys into Men: The Skin-cutting Ritual of the Kaningara Tribe of Papua New Guinea.
- ↑ Eva Ch. Raabe: Die Verwandtschaft mit dem Krokodil ( des vom 29. September 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Initiation und Narbentatauierung bei den Iatmul in Papua-Neuguinea bei journal-ethnologie.de
- ↑ Doneisha L. Snider: Crocodile Scarification as a Male Initiation Ritual in Papua New Guinea (PDF; 426 kB) (englisch)