Exkoriationsstörung
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| F63.9 | Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle, nicht näher bezeichnet |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 6B25.1 | Exkoriationsstörung |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Die Exkoriationsstörung oder Skin-Picking-Störung (englisch Skin picking disorder) ist eine Zwangsspektrumstörung, die durch das Skin-Picking, also durch ein wiederholtes Berühren, Quetschen und Kratzen von erkrankten oder gesunden Hautstellen aufgrund eines unwiderstehlichen Drangs gekennzeichnet ist. Das zwanghafte Bearbeiten der Haut mit den Fingernägeln, oder unter der Verwendung von Werkzeugen, kann zu erheblichen Gewebeschäden führen. Weitere Folgen sind Scham und Schuldgefühle sowie eine wachsende soziale Isolation. Sie wird dabei den Körperbezogenen repetitive Verhaltensstörungen zugeordnet.
Im deutschen Sprachraum ist ebenfalls der Fachbegriff Dermatillomanie üblich. Dieser Begriff stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus derma (= Haut), tillein (= rupfen) und mania (= Begeisterung, Wahnsinn). Ähnliche Bedeutung haben auch das englische skin picking sowie neurotic excoriations oder das französische acne excoriée. In der deutschsprachigen Selbsthilfeszene wird mittlerweile der Begriff Skin-Picking am häufigsten benutzt.
- ↑ 6B25 Body-focused repetitive behaviour disorders. In: icd.who.int. Weltgesundheitsorganisation, Januar 2026, abgerufen am 22. Februar 2026 (englisch).