Smuta

Als die Smuta oder Zeit der Wirren (russ. Смутное время, Smutnoje wremja) wird in der Geschichte Russlands die Zeit zwischen dem Ende der Rurikiden-Dynastie mit dem Tod Fjodor I. im Jahr 1598 und dem Beginn der Romanow-Dynastie mit dem Herrschaftsantritt Michael I. im Jahr 1613 bezeichnet. In dieser Zeit gab es fünf Regenten auf dem Zarenthron sowie zahlreiche Aufstände. Das Land erlebte mehrere Hochstapler, die mit polnisch-litauischer Hilfe die Macht in Moskau beanspruchten, sowie eine direkte polnisch-litauische Besatzung der Hauptstadt. Vor dem Hintergrund der beinahen Auflösung zentraler staatlicher Strukturen wurde die polnisch-litauische Armee schließlich durch eine selbstorganisierte russische Landwehr geschlagen, die die Besatzung Moskaus beendete.