Social Design

Mit dem nicht einheitlich verwendeten Begriff Social Design werden seit den 2000er Jahren Konzepte und Projekte von Designern, Architekten, Unternehmern, Politikern und Aktivisten bezeichnet, welche das Gemeinwohl, Partizipation, Demokratie und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen. Jede Designpraxis steht zwar in einem gesellschaftlichen Kontext und kann damit im weitesten Sinn als „sozial“ verstanden werden, kennzeichnend und konstitutiv für Social Design Projekte sind jedoch partizipative und demokratische bottom-up Prozesse, die auf Teilhabe und Empowerment der Beteiligten ausgerichtet sind. Social Design umfasst als "erweiterter Designbegriff" eine breite Palette von Projekten, Methoden, politischen Aktionen und Studiengängen zur ästhetischen und ethischen Gestaltung von sozialen Dingwelten, sozialen Innovationen und urbanen Räumen. Social Design versteht sich als „Design mit Gewissen“ und als Katalysator für einen positiven sozialen Wandel insbesondere in einem von sozialer Ungleichheit geprägten städtischen Umfeld.

  1. Anke Haarmann: Zum erweiterten Designbegriff. In: Daniel Martin Feige, Florian Arnold, Markus Rautzenberg (Hrsg.): Philosophie des Designs. Schriftenreihe des Weißenhof-Instituts zur Architektur- und Designtheorie. Transcript Verlag, 2020, ISBN 978-3-8376-4187-5, S. 215–228.
  2. Boris Kochan: Politisiert Euch! Deutscher Designer Club, 5. September 2020, abgerufen am 8. August 2022.
  3. Antje Flade: Social Design. In: socialnet.de. 28. Juni 2019, abgerufen am 4. August 2022.
  4. Peter Stuiber: Raus aus der Nische! The Gap, 13. Oktober 2011, abgerufen am 4. August 2022.
  5. Elizabeth Resnick (Hrsg.): The Social Design Reader. Bloomsbury Visual Arts, London 2019, ISBN 978-1-350-02605-6, S. Preface.