Spaßgesellschaft
Spaßgesellschaft ist ein (meist abwertendes) Schlagwort, das seit den 1990er Jahren in den deutschen Feuilletons auftauchte und das Lebensgefühl von Teilen der Gesellschaft in den Jahren des vorangegangenen Börsenbooms, des sogenannten New-Economy-Hypes, beschreiben sollte.
Es sollte nach Fritz Vilmar einen Lebensstil kritisieren, bei dem Hedonismus und Konsumlust im Vordergrund stünden, das Bemühen um gesellschaftliche Veränderungen aber in den Hintergrund trete. Ein auffälliger Boom von Comedy-Sendungen bei den privaten Fernsehsendern soll nach Karin Knop mit dieser Entwicklung einhergegangen sein.
- ↑ Matthias Lohr: Die Love-Parade schuf die vorerst letzte große Jugendbewegung und war das Symbol der Spaßgesellschaft: Nur ihre Musik wird weiterleben. In: HNA. 25. Juli 2010, abgerufen am 5. Dezember 2021.
- ↑ Wolfgang Schütz: 25 Jahre Loveparade: Die Lehren der Spaßgesellschaft. In: Augsburger Allgemeine. 1. Juli 2014, abgerufen am 5. Dezember 2021.
- ↑ Fritz Vilmar: Die Sprachdiskussion über das Stammtischniveau erheben. 8. Juli 2001, abgerufen am 6. März 2010 (belegt nicht das, was es belegen soll): „In der gesamten Spaßgesellschaft kann man, was die deutsche Sprache betrifft, nur "Land unter" rufen:“
- ↑ Hospizbewegung in der Spaßgesellschaft. In: Rundblick Elsdorf vom 21. Dezember 2001.
- ↑ Karin Knop: Comedy in Serie. Kultur- und Medientheorie. Transcript, Bielefeld 2007, S. 90, ISBN 3-89942-527-8, (online).