Spaltung der Communist Party of India
Die Spaltung der Communist Party of India (CPI) im Jahr 1964 war das Ergebnis jahrzehntelanger innerparteilicher Spannungen und Fraktionskämpfe. Nach der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 entstanden Meinungsverschiedenheiten über die strategische Ausrichtung der Partei in der neuen politischen Landschaft. Eine Fraktion innerhalb der CPI befürwortete eine Zusammenarbeit mit dem dominierenden Indischen Nationalkongress, insbesondere angesichts der sich verbessernden Beziehungen zwischen der Regierung von Premierminister Jawaharlal Nehru und der Sowjetunion.
Diese Linie wurde maßgeblich von Shripad Amrit Dange vertreten, dessen Führungsrolle jedoch innerhalb der Partei zunehmend umstritten war. Der chinesisch-indische Krieg von 1962 verschärfte die Spannungen. Während des Konflikts wurden Kritiker Danges innerhalb der Partei inhaftiert. Nach ihrer Freilassung setzten sie ihre Opposition gegen seine Führung fort, was schließlich zur Spaltung der Partei führte.
Im Jahr 1964 formierte die linke Fraktion eine neue Organisation, die Communist Party of India (Marxist). Die Teilung hatte weitreichende Folgen, insbesondere auf regionaler Ebene, und beeinflusste auch andere Organisationen wie die Gewerkschaften und Bauernbewegungen.
Die Ereignisse rund um die Spaltung der CPI sind Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen, die sich mit den zugrunde liegenden nationalen und internationalen Faktoren auseinandersetzen.