Spatel

Der oder (selten) die Spatel ist eine kleine flache Schaufel zum Auftragen, Entnehmen, Mischen oder Entfernen von Substanzen. Der Name ist mittelhochdeutsch vom lateinischen Wort spatula („Spatel, flaches Streichholz“) abgeleitet, einem Diminutiv der Schwertform Spatha. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die als Apothekerschäufelchen benutzte Spatel auch Spattel und Spathel geschrieben.

Anzutreffen sind Spatel insbesondere

  1. 1 2 DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. Abgerufen am 18. Dezember 2022.
  2. Jürgen Martin: Die ‚Ulmer Wundarznei‘. Einleitung – Text – Glossar zu einem Denkmal deutscher Fachprosa des 15. Jahrhunderts. Königshausen & Neumann, Würzburg 1991 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 52), ISBN 3-88479-801-4 (zugleich Medizinische Dissertation Würzburg 1990), S. 173 (zu Spatel und Spatula).
  3. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 466 (spattel: flaches Schäufelchen zum Umrühren und Aufstreichen von Arzneimitteln).
  4. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 718 (Spachtel).