Spurrit

Spurrit
Hellblaues, massiges Spurrit-Aggregat aus den Crestmore-Steinbrüchen, Jurupa Valley, Riverside County, Kalifornien, USA (Größe: 3,2 cm × 2,8 cm)
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Symbol

Spu

Chemische Formel
  • Ca5(SiO4)2(CO3)
  • Ca5(CO3|SiO4)2
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Silikate und Germanate – Inselsilikate (Nesosilikate)
System-Nummer nach
Strunz (8. Aufl.)
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

VIII/A’.06a
VIII/B.22-050

9.AH.15
53.01.01.01
Kristallographische Daten
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse; Symbol monoklin-prismatisch; 2/m
Raumgruppe P21/a (Nr. 14, Stellung 3)Vorlage:Raumgruppe/14.3
Gitterparameter a = 10,49 Å; b = 6,70 Å; c = 14,16 Å
β = 101,3°
Formeleinheiten Z = 4
Zwillingsbildung polysynthetisch nach {001} und {101}
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 5
Dichte (g/cm3) gemessen: 3,02; berechnet: 3,025
Spaltbarkeit vollkommen nach {001}, undeutlich nach {100}
Bruch; Tenazität uneben bis splittrig; spröde
Farbe farblos bis weiß; grauweiß, lilagrau
Strichfarbe weiß
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Glanz Harzglanz bis Glasglanz
Kristalloptik
Brechungsindizes nα = 1,637 bis 1,641
nβ = 1,672 bis 1,676
nγ = 1,676 bis 1,681
Doppelbrechung δ = 0,039 bis 0,040
Optischer Charakter zweiachsig negativ
Achsenwinkel 2V = 35° bis 41° (gemessen)
Weitere Eigenschaften
Besondere Merkmale grüne Kathodolumineszenz

Spurrit (IMA-Symbol Spu) ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Silikate und Germanate“ mit der chemischen Zusammensetzung Ca5(CO3|SiO4)2 und damit chemisch gesehen ein Calcium-Silikat mit zusätzlichen Carbonat-Ionen. Strukturell gehört Spurrit zu den Inselsilikaten.

Spurrit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem, konnte bisher jedoch nur in Form unregelmäßiger Kristalle sowie körniger bis massiger Mineral-Aggregate gefunden werden. In reiner Form ist Spurrit farblos und durchsichtig mit einem harz- bis glasähnlichen Glanz auf den Oberflächen. Durch vielfache Lichtbrechung aufgrund von Gitterfehlern oder polykristalliner Ausbildung kann er aber auch durchscheinend weiß sein und durch Fremdbeimengungen eine grauweiße bis lilagraue Farbe annehmen.

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