St. Wolfgang (Regensburg)

Die katholische Pfarrkirche St. Wolfgang ist ein expressionistischer Kirchenbau im Regensburger Stadtteil Kumpfmühl. Sie wurde von Dominikus Böhm geplant, bis 1939 erbaut und ist dem Heiligen Wolfgang von Regensburg geweiht.

Der Bau gilt für den Architekten und Kunsthistoriker Herbert Muck in Grundriss und Raumausstattung als Musterbeispiel des Konzepts der „christozentrischen Raumgestaltung“, bei der der Altar und damit das Christusbild im Mittelpunkt des Raumes steht. Für den Kunsthistoriker „gehört [sie] mit zum Vollkommensten, was der Kirchenbau zwischen den beiden Weltkriegen leisten konnte“, wenn auch die Bauweise verhindert habe, dass die Raumwirkung vollständig zum Tragen kam. Anderen Autoren gilt er als „Markstein der modernen deutschen Kirchenarchitektur“.

  1. Herbert Muck: Liturgische Anliegen und religiöse Werte in den Raumordnungen von D. Böhm; in: August Hoff, Herbert Muck, Raimund Thoma: Dominikus Böhm. Verlag Schnell & Steiner, München 1962, S. 35 f.
  2. Rudolf Seibold: Dominikus Böhm. Hrsg. Marktgemeinde Jettingen-Scheppach. Günzburg 1984, S. 78.