Staatsstreich vom 2. Dezember 1851
Beim Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 löste der französische Staatspräsident Charles Louis Napoléon Bonaparte gewaltsam die Nationalversammlung auf und ließ führende Oppositionspolitiker verhaften. Am 4. Dezember kam es in Paris zu einem Aufstandsversuch unter der Beteiligung von Victor Hugo. Dieser wurde blutig niedergeschlagen, etwa 200 Menschen kamen ums Leben.
Nach der erfolgreichen Volksabstimmung vom 21. Dezember 1851 über eine neue Verfassung und dem Plebiszit vom 21. November 1852 über die Wiedereinführung des Kaisertums ließ sich Louis Napoléon am 2. Dezember 1852 (dem ersten Jahrestag des Staatsstreichs) unter dem Namen Napoleon III. zum Kaiser der Franzosen ausrufen, was zum Ende der 1848 gegründeten Zweiten Französischen Republik und zum Beginn des Zweiten Kaiserreichs führte.
Im Mai 1852 veröffentlichte Karl Marx seine Analyse dieses Staatsstreichs unter dem Titel Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte.
- ↑ Proklamationen des Präsidenten der Republik zum Staatsstreich vom 2. Dezember 1851
- ↑ Karl Marx: Der achtzehnte Brumair des Loius Bonaparte. In: J. Wendemeyer (Hrsg.): Die Revolution. Eine Zeitschrift in zwanglosen Heften. 2. Auflage. Deutsche-Verian-Buchhandlung von Schmidt und Helmich, New York 1869, S. 194–196 (Originaltitel: Der achtzehnte Brumair des Loius Bonaparte. 1852.).