Stallklima
Als Stallklima bezeichnet man die in einem Stall vorherrschenden Umgebungsbedingungen für die gehaltenen Tiere. Dabei spielen vor allem Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Luftgeschwindigkeit und die Konzentrationen schädlicher Gase wie Ammoniak eine Rolle. Für das Stallklima gibt es rechtliche Vorgaben auf EU-, Bundes- und Länderebene. Die klimatischen Anforderungen unterscheiden sich nach Tierart und Nutzungsrichtung und erfordern entsprechende bauliche Voraussetzungen an Stallhülle, Heizung und Lüftung. Suboptimale Umgebungsbedingungen verursachen verminderte Leistungen und das vermehrte Auftreten von Erkrankungen.
In der EU gibt es eine allgemeingültige Richtlinie über Mindestanforderungen für den Schutz von landwirtschaftlichen Nutztieren und spezielle Richtlinien über Mindestanforderungen für den Schutz von Kälbern, Schweinen und Legehennen und zur Haltung von Wildtieren in Zoos und zur Versuchstierhaltung. In Deutschland regelt die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) die grundlegenden Anforderungen an die Tierhaltung.
- ↑ Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: Stallklimaprüfung in der landwirtschaftlichen Tierhaltung
- ↑ Richtlinie 98/58/EG – Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen
- ↑ Richtlinie 2008/119/EG – Mindestanforderungen für den Schutz von Kälbern
- ↑ Richtlinie 2008/120/EG – Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen
- ↑ Richtlinie 1999/74/EG – Mindestanforderungen zum Schutz von Legehennen
- ↑ Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung - TierSchNutztV