Stannit

Stannit
Stannit aus der Fabulosa Mine, Provinz Larecaja, Department La Paz, Bolivien (Kristallgröße 2 mm)
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Symbol

Stn

Andere Namen
  • Hexaedrischer Dystomglanz
  • Kassiterolamprit
  • Kupferzinnglanz
  • Schwefelzinn
  • Stannin(e)
  • Volfsonit
  • Weißer Schwefelzinn
  • Zinnfahlerz
  • Zinnglanz (auch Schwarzstrichiger Zinnglanz)
  • Zinnkies
  • Zinnkupferglanz
Chemische Formel Cu2FeSnS4
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Sulfide und Sulfosalze
System-Nummer nach
Strunz (8. Aufl.)
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

II/B.03a
II/C.06-060

2.CB.15a
02.09.02.01
Kristallographische Daten
Kristallsystem tetragonal
Kristallklasse; Symbol tetragonal-skalenoedrisch; 42m
Raumgruppe I42m (Nr. 121)Vorlage:Raumgruppe/121
Gitterparameter a = 5,45 Å; c = 10,76 Å
Formeleinheiten Z = 2
Zwillingsbildung nach (111)
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 4
Dichte (g/cm3) gemessen: 4,3 bis 4,5; berechnet: 4,490
Spaltbarkeit undeutlich nach {110} und {001}
Bruch; Tenazität uneben
Farbe stahlgrau bis eisenschwarz (poliert grau mit olivgrüner Tönung), kann blau anlaufen
Strichfarbe schwarz
Transparenz undurchsichtig (opak)
Glanz Metallglanz
Weitere Eigenschaften
Chemisches Verhalten zersetzt sich in HNO3

Stannit, bergmännisch unter anderem auch als Zinnkies oder Zinnkupferglanz sowie synonym als Stannin, Kassiterolamprit oder Volfsonit bekannt, ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfide und Sulfosalze“ mit der chemischen Formel Cu2FeSnS4 und damit chemisch gesehen ein Kupfer-Eisen-Zinn-Sulfid.

Stannit kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem, tritt jedoch meist in derben, körnigen Massen stahlgrauer Farbe auf und bildet nur sehr selten Kristalle in Tetraederform. Durch Substitution können manche Stannite bis zu 2 % Indium enthalten.

Stannit zählt nicht zu den Stannite genannten Salzen der Zinnsäure.

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