Star (Person)
Ein Star [] oder auch [] (von englisch star, Stern) ist eine prominente Persönlichkeit mit überragenden Leistungen auf einem bestimmten Gebiet, in der Regel der Unterhaltung oder des Sports, und einer herausgehobenen medialen Präsenz.
Der personifizierte Star ist Untersuchungsgegenstand der Medien-, Film- und Sozialwissenschaften. Richard Dyer hat mit seinem Buch Stars 1979 ein grundlegendes Werk dazu vorgelegt, das sich jedoch ausschließlich auf Filmstars bezieht. Der Aufstieg zum Star und dessen Status ist Gegenstand einer umfassenden Untersuchung von Moshe Adler. Im deutschen Sprachraum forscht insbesondere Werner Faulstich über Stars.
Als gesichert gilt inzwischen die Erkenntnis, dass sich ein Star zunächst durch überragende Leistungen auf einem bestimmten Gebiet hervorgetan hat. Erforderlich ist auch ein öffentliches Interesse, durch das der Star und seine Leistung zum interessierten Publikum transportiert werden. Eine große Bekanntheit in der Öffentlichkeit wiederum kann die Akzeptanz eines Stars beim Publikum derart erhöhen, dass dieses eine Fanbeziehung aufbaut. Star ist ein Statussymbol, das den Star über andere Personen ohne diesen Status im selben Gebiet heraushebt.
Sherwin Rosen bevorzugt eine monetäre Definition: Für ihn sind Stars eine „relativ kleine Anzahl von Personen, die enormes Geld verdienen und die den Bereich dominieren, in dem sie tätig sind“. Aus ökonomischer Sicht sind Stars ein Produkt der Industrie, das die Funktion insbesondere als Werbeträger erfüllt und damit dem Bedarf dient. Nach Adler kann das Phänomen eines Stars nur dort bestehen, wo der Konsum Wissen erfordert.
- ↑ Megan Garber: Why Are They 'Stars'? In: The Atlantic (Onlineausgabe), 24. Februar 2017.
- 1 2 Moshe Adler: Stardom and Talent. In: American Economic Review 75, März 1985, S. 208 ff. (PDF; 595 kB)
- ↑ Sherwin Rosen, The Economics of Superstars. In: American Economic Review 71, Dezember 1981, S. 845.
- ↑ Werner Faulstich, Stars, Idole, Werbeträger, Helden: Sozialer Wandel durch Medien. In: Funkkolleg Medien und Kommunikation. Studienbrief Nr. 16, 1991, S. 39.