Stecker-Typ E
Der Stecker-Typ E ist ein wahrscheinlich aus Belgien stammender Steckverbinder, der in den 1930er Jahren auch von der damaligen Tschechoslowakei und Polen sowie spätestens in den 1950ern von Frankreich übernommen worden ist. Seit 1. Juli 2008 ist dieser Steckdosentyp auch in Dänemark zugelassen, sofern er mit einer Kindersicherung ausgestattet ist. Er wird auch 2P+T (2 pôles + terre) oder CEE 7/5 (Steckdose) und CEE 7/6 (Stecker) genannt. Im deutschsprachigen Handel wird der Terminus Mittenschutzkontakt verwendet, um dieses Stecksystem vom Schuko-System zu unterscheiden.
Das Stecksystem weist große Ähnlichkeit zum veralteten Schweizer Typ T2 auf, der jedoch nicht zum Typ E kompatibel ist.
Der Stecker besitzt zwei runde Kontaktstifte für den spannungsführenden Leiter (Außenleiter) und für den Neutralleiter. Diese sind normalerweise dicker als die Kontaktstifte des Eurosteckers, es sind jedoch auch Varianten mit dünnen Kontaktstiften (4 mm) zu finden. Versetzt in der Mitte befindet sich eine Kontaktöffnung, die den Kontaktstift der Steckdose für den Schutzleiter aufnimmt. Durch den Aufbau ist das System theoretisch verpolungssicher, wenn die entsprechende Landesnorm es so vorsieht.
Reine Typ-E-Stecker sind selten geworden, da sie zunehmend durch CEE-7/7-Stecker (Typ „E+F“) abgelöst werden. Im Unterschied zu Typ-E-Steckern können diese auch in Schuko-Steckdosen eingeführt werden und sind daher in weiten Teilen Europas verwendbar.