Stimmungsbericht (Nationalsozialismus)
Im Nationalsozialismus wurde die Stimmung im Volk in Stimmungsberichten erfasst. Diese Berichte wurden von Verwaltungs- und Justizbehörden, Polizei, Gestapo und dem Sicherheitsdienst (SD), sowie von Seiten der NSDAP und ihren Gliederungen verfasst. Sie beruhten meist auf Gesprächen und Beobachtungen an öffentlichen Orten wie Cafés und Kneipen oder Kraft-durch-Freude-Reisen und -Einrichtungen. Sie erfassten die Kritik an Entscheidungen und Plänen des Regimes ebenso wie Reaktionen auf seine Maßnahmen gegen Regimegegner und interne Machtkämpfe. So auch Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage und Meinungen nach dem Röhm-Putsch und der Ermordung von Erich Klausener und Adalbert Probst.
- ↑ Hitlers „zweite Machtergreifung“. In: Süddeutsche Zeitung. Rezension René Schlott; abgerufen am 7. Juli 2024.