Streitkräfte des Libanon

Streitkräfte des Libanon
القوات المسلحة اللبنانية
Führung
Oberbefehlshaber:Rodolphe Haykal
Verteidigungsminister:Michel Menassa
Sitz des Hauptquartiers:Yarzeh, Beirut
Militärische Stärke
Aktive Soldaten:80.000 (2022)
Reservisten:0 (2023)
Wehrpflicht:Nein (abgeschafft 2007)
Wehrtauglichkeitsalter:18–30 Jahre
Haushalt
Militärbudget:1,001 Mrd. US-$ (2023)
Anteil am Bruttoinlandsprodukt:3,2 % (2021)
Geschichte
Gründung:1. August 1945

Die Streitkräfte des Libanon (Bezeichnung französisch Forces armées libanaises, arabisch القوات المسلحة اللبنانية, DMG al-Quwwāt al-Musallaḥa al-Lubnānīya) bestehen aus den drei Teilstreitkräften Heer, Luftwaffe und Marine mit einer Gesamtstärke von Stand 2022 ca. 80.000 Soldaten.

Zwar sind die Streitkräfte des Libanon die offiziellen Verteidigungskräfte des Staates, jedoch sind sie militärisch weit weniger mächtig und politisch bedeutsam für den Libanon als die Hisbollah.

Während der syrischen Besatzung des Libanon (siehe Geschichte des Libanon) waren die libanesischen Streitkräfte marginalisiert. Bei ihrer Wiedererrichtung, die mit finanzieller Unterstützung des Westens geschah, um im Libanon ein militärisches Gegengewicht gegen die Hisbollah zu haben, wurden sie nach einer Änderung der Wehrpflichtsregelung neu zusammengesetzt. Paradoxerweise entwickelten sich die Streitkräfte des Libanon entgegen der Absichten des Westens zu einem Unterstützer der Hisbollah.

Dennoch werden die Streitkräfte von Teilen der libanesischen Bevölkerung als ordnungswahrende Instanz betrachtet, die bei Konflikten mit Angehörigen der Hisbollah gerufen werden kann.

  1. CIA World Factbook – Libanon. Abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  2. Global Firepower Index – Libanon. Abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  3. Global Firepower Index – Libanon. Abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  4. CIA World Factbook – Libanon. Abgerufen am 21. Januar 2023 (englisch).
  5. 1 2 Christoph Reuter: (S+) Hisbollah im Libanon als Machtfaktor: Tragische Parodie eines Staates. In: Der Spiegel. 3. Februar 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 7. Februar 2024]).