Strelitz-Alt

Strelitz-Alt
Koordinaten: 53° 20′ N, 13° 6′ O
Eingemeindung: 1931
Postleitzahl: 17235
Vorwahl: 03981
Altstrelitzer Wasserturm

Strelitz-Alt, umgangssprachlich auch Altstrelitz genannt, ist heute ein Stadtteil von Neustrelitz mit rund 3500 Einwohnern. Von 1349 bis 1931 war Altstrelitz – in diesem Zeitraum amtlich als Strelitz bezeichnet – eine selbstständige mecklenburgische Landstadt.

Im Ergebnis des Hamburger Erbvergleichs erfolgte an 8. März 1701 die Dritte Mecklenburgische Hauptlandesteilung. Es entstanden die mecklenburgischen (Teil-)Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Der nunmehr im Landesteil Mecklenburg-Strelitz regierende Mecklenburger Herzog, Adolf Friedrich II., wählte sein Strelitzer Wasserschloss als Hauptresidenz. Auch unter seinem Nachfolger, Adolf Friedrich III., blieb Strelitz Residenzstadt – bis 1712 das Strelitzer Schloss einem Brand zum Opfer fiel und nicht wieder aufgebaut wurde.

Adolf Friedrich III. und seine Ehefrau Dorothea Sophie ließen sich ihr neues Residenzchloss im nahegelegenen Glieneke am Ufer des Zierker Sees bauen und bezogen es 1731. Aus der schlossnahen Siedlung der im Schloss Bediensteten entstand nach dem Aufruf des Herzogs zur Ansiedlung von Neubürgern vom 20. Mai 1733 die Planstadt Neustrelitz als dessen neue Residenzstadt und Landeshauptstadt von Mecklenburg-Strelitz. Der gesamte Hof des Landesfürsten sowie fast alle Landesbehörden siedelten nach Neustrelitz um, sodass die Stadt Strelitz enorm an Einnahmen und damit an Bedeutung verlor.

Strelitz blieb bis zur Eingemeindung nach Neustrelitz (1931) selbstständige, landtagsfähige Landstadt. Offiziell wird dieser Neustrelitzer Stadtteil seit 1994 als Strelitz-Alt bezeichnet. Der weithin sichtbare Altstrelitzer Wasserturm ist heute das Wahrzeichen des Stadtteils. 2015 wurde in Altstrelitz das 666. Jahr der Stadtgründung gefeiert.

  1. Gustav-Adolf Strasen: Unsere Städte. In: Heimatbuch des Kreises Neustrelitz. 1954, S. 114–125.
  2. Gründungsurkunde der Stadt Neustrelitz vom 20. Mai 1733 (Digitalisat) In: Carolinum, Jg. 46, Nr. 88, S. 8–19, Göttingen 1982/83, Hrsg.: Altschülerschaft des Gymnasiums Carolinum.
  3. Offizielle Website der Stadt Neustrelitz (Memento vom 1. Dezember 2020 im Internet Archive)666 Jahre: Strelitz leuchtet auf (Memento des Originals vom 14. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 13. August 2015.