Strigoi
Strigoi (abgeleitet vom lat.: striga) sind in der rumänischen, einst Siebenbürger Folklore vorkommende Vampirwesen.
Dem Kriminalbiologen Mark Benecke zufolge sei „Strigoi“ ein Zustand, den es in manchen Menschen schon gebe, aber dessen sich diese Personen nicht bewusst seien. Die Strigoi verhielten sich ihr ganzes Leben über wie normale Menschen, mit Ausnahme der Nacht zum Feiertag des Heiligen Andreas (30. November nach dem julianischen Kalender), der in Rumänien auch als der Herr der Wölfe bezeichnet wird. Dann ständen sie um Mitternacht auf, verließen das Haus und träfen sich an Straßenkreuzungen mit anderen Strigoi. Hier bekämpften sie sich, bis sie zum Sonnenaufgang aus ihrem Zustand „erwachten“. An die Ereignisse der vorherigen Nacht könnten sie sich jedoch nicht erinnern.
Die Waffe, mit der sich die Strigoi bekämpften, werde auf Rumänisch „melițoi“ genannt, ein Haushaltsgerät, das in alten Häusern auf dem Land zu finden sei. Damit sich die Strigoi diese nicht nehmen und entsprechend verletzen könnten, versteckten die Bauern das „melițoi“ am Abend vor dem Feiertag des Heiligen Andreas.