Ballenpresse (Landwirtschaft)

Die Ballenpresse dient dazu, in der Landwirtschaft anfallendes Heu, Stroh, Grassilage oder Heulage zu Ballen zu pressen. So kann das Erntegut effizient transportiert und platzsparend gelagert werden. Ballenpressen werden von einem Traktor gezogen und über die Zapfwelle angetrieben. Sie nehmen das Erntegut mithilfe einer verbauten Pickup auf. Hierzu muss Erntegut in Schwaden vorliegen.

Silage- und Heulageballen werden nach dem Pressen mit einem Ballenwickelgerät luftdicht verpackt. Dies ist für den Gärprozess zwingend erforderlich. An der Luft würden diese Ballen aus ungetrocknetem Gras verfaulen. Zu diesem Zweck gibt es auch Ballenpressen mit integriertem Ballenwickelgerät.

Heute werden meist Rund- oder Quaderballen (Gewicht bei Heu bis 400 kg/Stück, bei Silage bis über 1000 kg/Stück) gepresst. Große Quaderballen und Rundballen können nur mit dem Frontlader eines Traktors, einem Radlader oder einem Teleskoplader bewegt werden. Rundballen können über kurze, ebene Strecken auch von Hand gerollt werden. Hochdruckballen können problemlos von Hand versetzt werden. Für das Aufladen aller gängigen Ballenformen werden Ballensammelwagen beziehungsweise Bündelgeräte produziert.

Die Ballen können entweder mit Netzen oder mit Pressengarn gebunden werden, wobei bei letzterem zwischen „edge to edge“ (Kante zu Kante) und „cover edge“ (über die Kante hinaus) unterschieden wird. Für jede dieser beiden Methoden wird eine spezielle Presse benötigt.