Stuttgarter Vorortverkehr

Der elektrisch betriebene Stuttgarter Vorortverkehr war ein Nahverkehrssystem in der Region Stuttgart, das ab 1933 bestand und zwischen 1978 und 1985 durch die S-Bahn Stuttgart abgelöst wurde. Merkmale waren ein Taktfahrplan, die überwiegende Verwendung von Triebwagen und eine eigene Infrastruktur im Kernbereich, auf welcher der Vorortverkehr „schon seit den 1930er Jahren annähernd S-Bahn-Qualität hatte“. Lediglich ein gesonderter Beförderungstarif existierte nicht. Stuttgart war damit die erste deutsche Großstadt, in der Wechselstromtriebwagen unter dem gebräuchlichen Stromsystem von 15 kV / 16,7 Hz nach starrem Fahrplan verkehrten.

  1. Jürgen Wedler, Karl-Heinz Böttcher: Der Tunnel. Verbindungsbahn der S-Bahn Stuttgart. Dokumentation ihrer Entstehung. Herausgegeben von der BD Stuttgart. Kohlhammer, Stuttgart 1985, ISBN 3-925565-01-9, S. 8
  2. Claus-Jürgen Jacobson: Morgens in die Stadt, Abends aus der Stadt. In: Strassenbahn Magazin Special 1/2002: Nahverkehr in Stuttgart, GeraNova Zeitschriftenverlag München GmbH, München, 2002, S. 38–43