Sube'etai

Sube'etai oder Subutai (mittelmongolisch: ᠰᠦᠪᠦᠭᠠᠲᠠᠢ, Sube'etai; mongolisch (modern): Сүбээдэй, Sübeedei; chinesisch: 速不台, Subutai; * um 1175 in der Mongolei; † 1248 in der Mongolei) war ein General und Feldherr in der Armee des Mongolischen Reichs. Sube'etai trug den Beinamen Ba'atur (mittelmongolisch: ᠪᠠᠭᠠᠲᠤᠷ, Ba'atur; mongolisch (modern): Баатар, Baatar; wörtlich: Held), ein Ehrentitel, der dem europäischen Ritter vergleichbar ist. Er wird nicht nur als der fähigste General Dschingis Khans, Ögedei Khans und Güyük Khans angesehen, heutige Militärhistoriker zählen ihn zu den größten Heerführern der Geschichte und sehen ihn auf einer Stufe mit Napoleon, Alexander, Cäsar und Hannibal. Diese Wertung ist allerdings nicht unumstritten, einige Autoren sehen in ihm nur einen unter vielen mongolischen Heerführern.

Unstrittig ist, dass Sube'etai im Laufe seiner rund 50 Jahre umspannenden Laufbahn an der Einnahme von mehr Territorium beteiligt war, als jeder andere historische Militärführer. Sein Operationsgebiet erstreckte sich von den Wäldern Sibiriens im Norden bis nach Iran im Süden, von China im Osten bis nach Ungarn im Westen. Unter seinem Befehl stehende Truppen drangen bis nach Polen, Österreich und an die Adria vor. Kriegsgräuel und Massaker an der Zivilbevölkerung waren routinemäßig Teil seines Vorgehens, einige Städte wurden auf seinen Befehl hin so gründlich dem Erdboden gleichgemacht und entvölkert, dass sie nie wieder aufgebaut wurden.

  1. Es existiert kein einheitliches System zur Transliteration der Eigen- und Ortsnamen aus dem Mittelmongolisch aus der Zeit des Mongolischen Weltreichs. Dementsprechend finden sich in den Publikationen zum Thema zahlreiche unterschiedliche Schreibweisen auch des Namens Sube'etai Ba'aturs. Wir folgen der Schreibweise Sube'etei Ba'atur. Diese Übersetzung der mittelmongolischen Schreibweise, wird im deutschen Sprachraum von Mongolisten und Philologen überwiegend verwendet (Haenisch, 1948; Heissig, 1985; Leicht, 1985; Weiers, 1996; im englischen Sprachraum: Sübe'etai). Verschiedene Autoren bevorzugen die Übersetzung der chinesischen Schreibweise, Subutai. Diese hat sich als die heute verbreitetste durchgesetzt, vermutlich nicht zuletzt, weil sie tastatur- und aussprachefreundlich ist.
  1. Christopher P. Atwood: Encyclopedia of Mongolia and the Mongol Empire. Facts on Files Inc, New York, 2004, S. 601 (englisch).
  2. Basil Liddell Hart: Jenghiz Khan and Sabutai. In: Great Captains Unveiled. Blackwood & Sons, Edinburg and London 1927, S. 3 (englisch); Richard A. Gabriel: Subotai the Valiant – Genghis Khan's Greatest General. Preager, Westport, Connecticut 2004, S.xi (englisch).
  3. Leo de Hartog: Ghengis Khan. Tauris, London, 1989, S. 165–166 (englisch); Timothy May: The Mongol Art of War. Pen & Sword, Barnsley, 2007, S. 93–95 (englisch).
  4. Carl Fredrik Sverdrup: Sübe'etei Ba'atur, Anonymous Strategist. In: Journal of Asian History. Nr. 47.1. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 2013, S. 48.