Sulfamid

Strukturformel
Keile zur Verdeutlichung der räumlichen Struktur
Allgemeines
Name Sulfamid
Andere Namen
  • Schwefelsäurediamid
  • Sulfurylamid
  • Amidoschwefelsäureamid
Summenformel SO2(NH2)2
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 7803-58-9
EG-Nummer 232-262-9
ECHA-InfoCard 100.029.330
PubChem 82267
Wikidata Q3048282
Eigenschaften
Molare Masse 96,11 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,61 g·cm−3

Schmelzpunkt

91–92 °C

Löslichkeit
  • löslich in Wasser, heißem Ethanol und Aceton
  • wenig löslich in kaltem Ethanol
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319335
P: 261305+351+338302+352321405501
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Sulfamid ist als das Diamid der Schwefelsäure sowohl eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Amide als auch eine Sulfurylverbindung. Sulfamid wurde erstmals im Jahre 1838 von dem französischen Chemiker Henri Victor Regnault dargestellt. In der organischen Chemie wird der Name der Verbindung auch für die entsprechende funktionelle Gruppe verwendet, wobei in der Literatur der Name teilweise auch als Synonym für die allgemeinere Gruppe der Sulfonamide benutzt wird.

  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 Datenblatt Sulfamide, 99% bei Alfa Aesar, abgerufen am 22. Dezember 2013 (Seite nicht mehr abrufbar).
  2. Regnault, Victor (1838) "Sur l'acide chlorosulfurique et la sulfamide", Annales de chimie et de physique, series 2, 69 : 170-184 (Digitalisat auf Gallica); siehe auch "Action de gaz ammoniac sec sur la liqueur chlorosulfurique", S. 176–180.
  3. Peter Kurzweil, Paul Scheipers: Chemie: Grundlagen, Aufbauwissen, Anwendungen und Experimente. Springer DE, 2005, ISBN 3-528-64609-8, S. 259 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).