Sumer
Als Sumer bezeichnet man die Kulturlandschaft des unteren mesopotamischen Schwemmlandes, das sich zwischen dem antiken Nippur 180 km südlich der heutigen Stadt Bagdad und dem Persischen Golf erstreckte, dessen Küste damals etwas weiter nördlich lag als heute. Ihre Bewohner werden Sumerer genannt. Die Kulturlandschaft von Sumer ist vom 4. Jahrtausend bis zum 2. Jahrtausend v. Chr. angesetzt und dauerte etwa 2000 Jahre.
In Sumer wurde erstmals in der Menschheitsgeschichte der Übergang zu einer Hochkultur vollzogen. Die Sumerer lebten in Stadtstaaten mit bis zu Zehntausenden von Einwohnern. Einige der ältesten Schriftstücke der Menschheit wurden in Sumer gefunden. Sie schrieben ihre keilschriftähnliche Bilderschrift zunächst auf Tontafeln, daraus entwickelte sich später eine Silbenschrift, die Keilschrift.
- ↑ Philippe Gouin: Bovins et laitages en Mésopotamie méridionale au 3ème Millénaire. In: Iraq. Band 55. British Institute for the Study of Iraq. London 1993, S. 135–145.