Systematische Desensibilisierung

Unter der systematischen Desensibilisierung versteht man eine Therapiemethode aus dem Bereich der Verhaltenstherapie. Sie wird häufig bei Angststörungen eingesetzt und hat die Konfrontation mit angstauslösenden Themen zum Gegenstand. Sie sieht jedoch, anders als die Reizüberflutung (Flooding), ein schrittweises Vorgehen vor. Als ein Begründer der systematischen Desensibilisierung gilt Joseph Wolpe. Die systematische Desensibilisierung gilt als weniger wirksam als eine Konfrontationstherapie ohne Entspannungsmethode und wird teils sogar als „Meidungs-Management“ kritisiert. Im Unterschied dazu kann eine gestufte Reizkonfrontation (d. h. ohne Entspannungsmethode) sinnvoll sein, wenn der Patient sich dadurch besser motivieren lässt, insbesondere auch zwischen den Sitzungen zu üben.

  1. 1 2 Hans Morschitzky: Angststörungen: Diagnostik, Konzepte, Therapie, Selbsthilfe. Springer-Verlag, 2009, S. 395 ff. (google.de eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).