T-310/50
Bei der T-310/50 handelte es sich um eine Chiffriermaschine zur Chiffrierung von Fernschreiben, die ab 1973 in der DDR entwickelt und von 1982 bis 1990 eingesetzt wurde. Insgesamt wurden ca. 3700 Geräte im VEB Steremat Berlin „Hermann Schlimme“ gebaut. Die T-310/50 wurde unter anderem vom MfS, dem Innenministerium der DDR, der Volkspolizei, dem Ministerrat der DDR, dem Ministerium für Nationale Verteidigung, der FDJ, dem FDGB, in Kombinaten und Betrieben der DDR sowie vom Zentralkomitee der SED genutzt.
Am 16/17. August 1990 wurde vom Zentralen Chiffrierorgan der DDR (ZCO) eine Komplettausrüstung T-310/50 an die Zentralstelle für Sicherheit in der Informationstechnik der BRD (das heutige Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, ehemals Zentralstelle für das Chiffrierwesen des BND) übergeben, mit der Maßgabe, Chiffrierverbindungen vom Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) und dem Ministerium für Innere Angelegenheiten (MfIA) der DDR zu dem Bundesverteidigungsministerium und dem Innenministerium der BRD aufzubauen und zu betreiben. Die Standorte waren HNZ-3 Prenden nach Bonn und Hauptnachrichtenzentrale des MfNV in Strausberg nach Bonn.
- ↑ Klaus Schmeh: The East German Encryption Machine T-310 and the Algorithm It Used, Cryptologia, 30:3, 2006, 251–257 S. 253.
- ↑ http://scz.bplaced.net/t310.html
- ↑ Übergabe T310/50 an das ZSI.